Out of the Storm - Jack Bruce, 1974

Hier hat Jack Bruce im Jahre 1974 ein solides Stück Arbeit abgeliefert. Diese
Platte ist einer meiner All-TimeFavorites. Die Musik für das Werk hat der Meister
gemeinsam mit seiner Frau Janet Godfrey geschrieben, und für die Texte zeichnet
sein alter Partner Pete Brown verantwortlich.
Im Studio hat Jack die Besetzung auf
ein Minimum reduziert: An den Drums wechseln sich Jim Gordon (unter anderem bei
Frank Zappa und Eric Clapton, mit dem er gemeinsam "Layla" geschrieben hat) und
Jim Keltner ab, und als Gitarristen hat Jack sich Steve Hunter ins Studio geholt,
der damals gerade durch seine grossartige Performances auf dem-Live-Album
"Rock and Roll Animal" von Lou Reed bekannt war.
Den Bass und die restlichen
Instrumente bedient Jack selbst. Ja, und singen tut er natürlich auch. Ein
klassisches Drei-Mann-Setup, das kennen wir ja. Die Musiker spielen prächtig,
und Jack ist stimmlich und am Bass in Hochform.
Die Platte klingt über lange Passagen genauso schwermütig wie das Cover aussieht.
Ein echter Jack Bruce eben. Meine Lieblingssongs auf dem Album sind
"Golden Days", "One" und "Timeslip", das großartige Finale. Hier liefern sich
Bruce und Hunter ein Bass/Gitarre-Duell, welches den grossen Augenblicken
von Eric Clapton und Jack zu Zeiten der "Cream" um nichts nachsteht. Ein
Schwachpunkt ist das rockig-trockene "Keep It Down", da habe ich den düsteren
Jack schon lieber.
Zusätzlich zu den Titel der Originalplatte aus dem Jahr 1974 gibt es auf der
CD noch fünf der Songs in der Erstmixversion. Rundherum eine tolle Scheibe,
die ihr Geld wert ist.',
