Martin Walser - Ehen in Philippsburg

Deutschland in den Fünfziger Jahren. Das Wirtschaftswunder, und mit ihm
die Verteilung und das Gerangel um die Posten ist voll
im Gange, ein jeder möchte nach oben kommen.
In diesem Ambiente hat Martin Walser
seinen ersten Roman, für den er den Hermann Hesse Preis
erhielt, angesiedelt.
Bei seinem Erscheinen im Jahre 1957 sorgte das Buch für
großes Aufsehen.
An einer Folge
gescheiterter Ehen wird exemplarisch der beginnende moralische Verfall
einer Gesellschaft, die sich gerade noch im Aufbau befunden hatte, gezeigt.
"Ruhelos" von William Boyd

Sommer 1976: Sally Gilmartin, eine Witwe und
Großmutter, die allein in einem Cottage in Oxford wohnt, eröffnet ihrer Tochter Ruth, dass
sie um ihr Leben fürchtet: jemand wolle sie töten. Ruth hatte schon längere Zeit beobachtet,
dass ihre Mutter immer furchtsamer wurde.
Bald danach darauf eröffnet Sally ihrer Tochter die wahre Geschichte
ihres Lebens: ihr richtiger Name ist Eva Delektorskaja, sie ist Russin und
hat seit 1939 als Spionin für den britischen Geheimdienst. Lucas Romer,
der Leiter einer Geheimdienstzelle, hat sie 1939 in Paris angeworben, mit ihm
geht sie später nach New York und beginnt ein Verhältnis zu dem
20 Jahre älteren Mann.
Martin Walser - Ohne Einander
Im Roman "Ohne Einander" von Martin Walser
wird ein Tag aus dem Leben der Familie Kern
am Starnberger See erzählt. Die sehr beschäftigte Journalistin Ellen und ihr
Mann Sylvio, ein Schriftsteller, führen eine sehr liberale Ehe.
Ellen
ist seit zwei Jahren mit dem Fabrikbesitzer
Ernest Müller-Ernst liiert. Die Kinder Sylvi und Alf haben für das
Leben ihrer Eltern wenig Verständnis flüchten sich in ihre
eigene Welt.
Martin Walser - Tod eines Kritikers
Schauplatz dieses Romanes ist München, das kleinbürgerliche, reiche und literarische München,
das sich nach der Fernsehsendung eines prominenten Kritikers in der
Villa eines bedeutenden Verlegers trifft.
Hoch über allen thront im Roman der Kritikerpapst André Ehrl-König.
"Tod eines Kritikers" - Nichts scheint von Ehrl-König übrig zu
sein als ein Pullover voller Blut.
Des Mordes verdächtigt wird Hans Lach, der vom Literaturpapst im
Fernsehen und auf der anschließenden Party niedergemachte Autor.
Er soll gedroht haben, es werde nun zurückgeschossen.
Martin Walser - Seelenarbeit
Der Protagonist dieses 1979 erschienenen Romans, Xaver Zürn, ist
der Chauffeur des Fabrikanten Dr. Gleitze. Während der
stundenlangen Fahrten würde er zu gern einmal ein privates Gespräch
mit seinem Chef führen. Aber dazu kommt es nie.
Dr. Gleitze redet
entweder selbst, oder er hört über Kopfhörer Mozartkonzerte, da er
gedenkt über diese
ein größes "Standardwerk" zu schreiben.
Xaver Zürn leidet schließlich
schwer an enttäuschter Erwartung, körperlich wie seelisch, verhält sich
auffällig und wird in die Werkstatt verbannt.
Harry, Hermann, und der Wolf
Der Roman erschien 1927. Das ohne Gattungsbezeichnung erschienene Werk, das den Weltruf des Autors begründete, gehört zu wenigen bis heute gelesenen Texten aus dem Umkreis jener kultur- und zivilisationskritischen Strömung, die, meist mehr oder weniger vordergründig auf die Philosophie Friedrich Nietzsches zurückgreifend, als Reflex auf die Erscheinungen der modernen Massen- und Industriegesellschaft die zwanziger Jahre durchzieht.
Tiefe - Henning Mankell
Lars Tobiasson-Svartman ist Marineoffizier und Seevermessungsingenieur, ein Mann
der Abstandmessung und des Abstandhaltens:
"Seine frühesten Erinnerungen handelten von Entfernungen. Zwischen
ihm selbst und seiner Mutter, zwischen seiner Mutter und seinem Vater,
zwischen Unruhe und Freude. Sein ganzes Leben handelte von Entfernungen,
davon, sie zu messen, zu verkürzen und zu verlängern. Er war ein einsamer
Mensch, der ständig nach neuen Entfernungen suchte, um sie zu bestimmen
oder abzulesen."
Zur Zeit des
Ersten Weltkriegs erhält er den Auftrag, in den
Stockholmer Schären neue Fahrwasser auszuloten. Eines Tages trifft er auf
einer der äußersten Schären eine einsam lebende Frau, Sara Fredrika.
Es ist Liebe auf den ersten Blick.
Tagebuch der Hölle - Jan Valtin
1941 veröffentlichte Richard Krebs unter dem Pseudonym Jan Valtin in den USA das Buch "Out of the night", welches 1957 auf Deutsch unter dem Titel "Tagebuch der Hölle" erschien. "Out of the night" war für ein paar Monate in den Vereinigten Staaten ein Bestseller. Als er das Buch veröffentlichte, hatte Krebs eine unglaubliche, aber für politisch Aktive dieser Zeit nicht unbedingt ungewöhnliche Odyssee hinter sich.
Der Tote im Bunker - Martin Pollack
Sbarramento di Brennero/Sperre am Brenner: Am Eingang eines
Bunkers an der österreichisch-italienischen Grenze wird am 6. April 1947
die Leiche eines Mannes entdeckt. Der Tote weist zwei Kopfschüsse
und einen Einschuss in die Brust auf.
Unter seinen Habseligkeiten
finden die Carabinieri einen Ausweis, der sich rasch als Fälschung
herausstellt. Nachforschungen, ausgehend von einer Tätowierung am linken Oberarm
und Schmissen im Gesicht, ergeben die wahre Identität des Toten:
Dr. Gerhard Bast, geboren 1911 in der Gottschee,
SS-Sturmbannführer, Mitglied der Gestapo, von der
Bundespolizeidirektion Linz auf der Fahndungsliste für Kriegsverbrecher geführt.
Die aktuelle Leseliste
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Thomas Martin - Neue Wege zum Acrylbild
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Marlene Streeruwitz - Jessica, 30
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Arthur Miller - Ein kurzer Nachruf
Der amerikanische Schrifsteller Arthur Miller ist am 10.2.2005 verstorben. Miller, der seit längerem an Krebs gelitten hatte, erlag 89-jährig einer Lungenentzündung.
Über Gernot Wolfgruber
Gernot Wolfgruber war von der Mitte der 70er bis in
die 80er Jahre einer der damals meistgelesenen Österreichischen
Autoren.
Mit fünf Romanen hat es sich seinen Platz als
herausragender Vertreter des "Neuen Realismus" in der
deutschsprachigen Literatur erschrieben.
Seine Romane, die auch verfilmt wurden, erzählen von
gescheiterten Versuchen kleinbürgerlich-proletarischer Helden,
aus vorgegebenen Lebensumständen auszubrechen.
Von den Drangsalierungen in Elternhaus und Schule,
dem Stigma des Proletarierdaseins, berichten diese
Entwicklungs- und Desillusionierungsromane geradeso
wie von den Hoffnungen und Enttäuschungen, die mit dem sozialen
Aufstieg verbunden sind.
Der Richtige Umgang mit einem Österreicher
Ein absolutes "Muss" für Österreich-Fans. Thomas Rhomberg durchleuchtet
die Österreicher in allen Lebenslagen kritisch, witzig und
trotzdem liebevoll. Die zahlreichen Karrikaturen sind sehr gut gelungen.
Ein Standardwerk für alle jene, welche sich mit den "Ösis" näher
beschäftigen wollen.
Die Irrfahrten des Leopold Bloom
"Ich habe den 'Ulysses' geschrieben, und sie?"
Schnitt zum 16. Juni 2006: Mit Lesungen, Ausstellungen und Konzerten feiern Literaturliebhaber auf der ganzen Welt den 100. Jahrestag des "Bloomsdays". Er ist das einzige weltweit gefeierte Fest zu Ehren eines Romans. Rund um den Erdball von Dublin über Tokio und Berlin bis San Francisco zelebrieren Freunde des Kultromans "Ulysses" dieses Datum.